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Wie innovative Kleidung zu Gesundheit und Entwicklung von Neugeborenen und Frühgeborenen beiträgt

Kein Kratzen und Scheuern, keine Druckstellen, Neurodermitis- und Allergievorbeugung, weitgehende Schadstofffreiheit und entwicklungsfördernde Spezialfunktionen: das kann Babykleidung heute.

Die Haut von Neugeborenen ist 5 mal so dünn wie die von Erwachsenen. Die Schutzfunktionen sind erst mit 6 Jahren voll ausgereift.

Frühchenhaut ist besonders dünn und empfindlich, sie ist oft gerötet und durchscheinend, sodass die darunterliegenden Gefäße zu sehen sind. Sie ist das größte Organ des Frühgeborenen und macht ca. 13% des Körpergewichtes aus, im Gegensatz zu 3% beim Erwachsenen.

empfindliche Babyhaut Frühchenhaut

Neonatale Haut eines reifen Neugeborenen (links) und eines Frühgeborenen (rechts). (Tara de meza, CLINICAL PRACTICE. VOLUME 9 ISSUE 5 2013)

Dies führt dazu, dass die Haut unzureichend vor Schadstoffen schützt und Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze leichter stattfinden können.

So führen etwa mechanische Reizungen leichter zu Verletzungen. Außerdem können Textil-Schadstoffe einfacher in den Körper gelangen und teils schwerwiegende Folgeerkrankungen verursachen. Herkömmliche oder selbstgenähte Babywäsche ist deshalb oftmals ungeeignet.

Ein Frühgeborenes ist zudem in den ersten 14 Tagen in der Klinik im Schnitt 325 Interventionen ausgesetzt, das sind 23 Eingriffe pro Tag. Je schonender das An- und Ausziehen erfolgt, umso besser für die Entwicklung des Frühchens.

Worauf sollte man daher bei Babykleidung achten?

1. Mechanische Reizungen ausschließen

2. Eindringen von Textilschadstoffen verhindern

3. Funktionskleidung bietet mehr Zeit und Ruhe für Wachstum und Entwicklung

Frühgeborenes auf Neonatologie NICU

1. Mechanische Reizungen ausschließen / Ist Wolle-Seide für Babys wirklich geeignet?

Stoffwülste, dicke Nähte oder größere Verschlüsse sollen an jenen Stellen vermieden werden, an denen das Baby auf der Matratze aufliegt. Denn diese hinterlassen unangenehme Druckstellen auf der Haut. Idealerweise wird auf Ärmelnähte verzichtet, da die Frühchen mit ihren Schulterblättern ständig auf diesen Nähten liegen.

Der Stoff sollte möglichst weich sein (dies kann man oftmals erst nach dem ersten Waschen feststellen) und der Zwirn sollte weich und bauschig sein, da fester Zwirn bei jeder Bewegung auf der Haut scheuert und kleine Wunden entstehen können. Klettverschlüsse sind unbedingt zu vermeiden, da diese die Haut zerkratzen können und zudem beim Auf- und Zumachen ein lautes, unangenehmes Geräusch erzeugen, das Ihr Kind aufschrecken lässt und damit die Ruhe stört, die es für seine körperliche und geistige Entwicklung braucht.

Gerne wird für Früh- und Neugeborene eine Materialmischung aus Seide und Wolle propagiert. Im Hinblick auf Neurodermitis-Vorsorge ist davon aber eher abzuraten, da Schafwolle die empfindliche Haut irritieren und Juckreiz erzeugen kann. Am besten eignet sich 100% Bio-Baumwolle ohne Elasthan, da auch dieses die Haut irritieren kann.

2. Eindringen von Textilschadstoffen über die Haut vermeiden

Bereits in den 1970ern machte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf aufmerksam, dass 80% aller chronischen Erkrankungen in Bezug zu Umweltgiften stehen, die wir über die Kleidung, die Nahrung, die Luft oder das Wasser aufnehmen. Dennoch bleiben Textilschadstoffe bis heute ein extrem unterschätzter Faktor, wenn es um Umweltgifte und deren Folgeerkrankungen geht.

Die Kleidung, die wir auf der Haut tragen, wird oft mit Hilfe hochgiftiger Chemikalien hergestellt, die beim Gebrauch wieder freigesetzt werden und über die Haut, speziell die dünne und unreife Babyhaut, aufgenommen werden können. Schadstoffe gelangen auf mehreren Wegen in unsere Textilien:

  • Beim konventionellen Baumwollanbau werden Unmengen an Pestiziden ausgebracht, die man später nicht nur im Stoff, sondern auch in Luft, Boden und Wasser wiederfindet.
  • Textilfarbstoffe können Schwermetalle sowie mehrere fortpflanzungsgefährdende, erbgutschädigende und krebserregende Substanzen enthalten. Viele davon können auch Allergien auslösen. Die Gifte gelangen beim Färben und Bedrucken in unsere Kleidung und können von der Haut aufgenommen werden.
  • Das chemische „Ausrüsten“ als letzte Stufe der Stoffherstellung soll unsere Textilien weich, geschmeidig, haltbar, pflegeleicht, glänzend, reißfest, knitterarm, formstabil, schnelltrocknend oder bügelfrei machen. Dafür kommen dutzende, teils hochgiftige Chemikalien zum Einsatz, die oft noch im fertigen Kleidungsstück nachgewiesen werden können. Selbst kleinste Mengen davon können Gesundheit und Umwelt schädigen.

Unser Körper verfügt zwar über ein Entgiftungssystem, dennoch reichern sich immer mehr Schadstoffe in unserem Körper an und können nicht mehr ausgeleitet werden. Dies stellt speziell den Körper eines Neugeborenen vor eine sehr große Herausforderung, der alle Ressourcen braucht, um sich nun außerhalb des Mutterbauchs weiter zu entwickeln. Folgeerkrankungen können entstehen.

Deshalb raten wir zum Verzicht auf Kleidungsstücke mit den Hinweisen „separat waschen" und „vor dem Tragen waschen". Die Farbstoffe dieser Textilien haften schlecht und können von der Haut aufgenommen werden. Auch Hinweise wie „bügelfrei" oder „knitterarm" sind sichere Hinweise auf chemische Substanzen.

Optimal ist Kleidung aus 100% Bio-Baumwolle, die unter GOTS-Bedingungen hergestellt wurde. GOTS steht für „Global Organic Textile Standard“ und stellt den höchsten, internationalen Bio-Standard für Naturfasern dar. Hier werden alle Herstellungsstufen eines Stoffes mindestens einmal jährlich nach strengen Kriterien geprüft, also der Baumwollproduzent, der Garnhersteller, die Strickerei/Weberei, die Färberei, Druckerei und der Ausrüster. Andere Standards wie Oekotex oder die schlichte Verwendung von Bio-Baumwolle ist lückenhaft und reicht nicht aus, um eine weitgehende Schadstofffreiheit zu gewährleisten. Es gibt heute bereits eine Vielzahl an Produkten, bei denen die hohe Bio-Qualität nicht zulasten des Designs oder der Optik geht.

3. Funktionskleidung bietet mehr Zeit und Ruhe für Wachstum und Entwicklung von Frühchen

Es gibt sogar spezielle Frühchenkleidung, die nicht nur gesundheitsschonend, sondern auch entwicklungsfördernd ist. Dabei kommen spezielle Modelle zum Einsatz, die durch ihre Rundum-Öffnungen ein einfacheres und schnelleres An- und Ausziehen des Babys ermöglichen. Bei vielen Eingriffen in der Klinik oder zuhause muss das Kind oft gar nicht mehr an- und ausgezogen werden. Dies schenkt dem Kind mehr von dem, was es für sein körperliches und geistiges Wachstum und seine Entwicklung so dringend braucht: nämlich stressfreie Zeit und Ruhe.

Bio Baby Strampler unisex geschlechtsneutral

Innovation: entwicklungsfördernder Strampelbody mit Rundum-Zugang:

  1. Das Baby kann seine eigenen Beine gut spüren und sich selbst besser wahrnehmen als bei einer Hose oder einem Strampler.
  2. Das Kind hat mehr Zeit und Ruhe für Wachstum und Entwicklung. Jedes Frühchen ist in den ersten 14 Tagen auf der Neonatologie-Station im Schnitt 325 Eingriffen ausgesetzt, das sind 23 Eingriffe pro Tag. Da die Eingriffsdauer mit dem Strampelbody bei den meisten Untersuchungen wie Ultraschall, bei Venenkathetern o.Ä. verkürzt werden kann, muss das Baby nicht jedesmal aus- und wieder angezogen werden.

Kleidung nimmt bei Neu- und Frühgeborenen einen ganz besonderen Stellenwert ein. Es liegt in unserer Verantwortung, aktuelle Herausforderungen zu erkennen und zeitgemäße Möglichkeiten zu nutzen, um eine gesündere Entwicklung speziell von Frühgeborenen zu unterstützen. Es reicht nicht mehr, die Kleidung von Reifgeborenen ein paar Nummern kleiner zu machen. Auch der aktuelle Trend, auf Neonatologie-Stationen selbstgenähte Frühchen-Kleidung zu verwenden, ist durchaus kritisch zu sehen. Oben genannte Funktionen bedürfen einer nachvollziehbaren Stoffherstellung und professioneller Produktion – dies kann eine Hobbyschneiderin nicht leisten.

Die sorgfältige Auswahl von Bekleidung lohnt sich – für frühgeborene wie reifgeborene Babys.

Weiterführende unabhängige Informationen zum Thema Giftstoffe in Textilien gibt´s bei Greenpeace.

Haben wir noch Fragen offen gelassen? Dann kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns über Ihr Interesse!